Wo andere den Putz bröckeln sehen, erkennen wir Potenzial: für lebenswerten Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und den Erhalt architektonischer Schätze. Wie spannend (und manchmal auch nervenaufreibend) der Prozess sein kann, zeigt ein aktueller Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung am Beispiel eines unserer Objekte.
Seit 2013 gehört in Kassel ein Teil einer unter Ensembleschutz stehenden Wohnanlage an der Goetheanlage zu unserem Bestand. Bereits 40 % der Wohneinheiten sowie die Fassade haben wir bisher in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Und es geht weiter: Das Dachgeschoss lässt sich zu 20 weiteren Wohnungen ausbauen.
Ganz so einfach ist es aber nicht. Die Sanierung denkmalgeschützter Immobilien ist ein Balanceakt zwischen öffentlichem Interesse, Mieterbedürfnissen und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Ein Beispiel: Während unsere Mieter sich moderne Kunststofffenster wünschen, schreibt der Denkmalschutz Holzfenster im Originalstil vor – nachhaltig, aber pflegeintensiv.
Trotzdem sind wir überzeugt: Gerade im Umgang mit historischen Bauten liegt eine besondere Verantwortung – und die Chance, zukunftsfähigen Wohnraum im Einklang mit der Geschichte zu schaffen.
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